Erste Hilfe für deinen Vierbeiner

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  • Insektenstich
  • Der Schock
    • Unsere Vierbeiner können auf eine Gewalteinwirkung, dazu kann auch ein Insektenstich gehören mit einem Schock reagieren.
      Ihr Tier ist schwach und legt sich hin. Das Tier fühlt sich kalt an, der Atem und der Puls gehen sehr schnell.
      Blasses Zahnfleisch und Augenbindehäute sind Symptome. Wickeln Sie den Hund zur Erhaltung der Körpertemperatur in eine warme Decke ein,
      dabei den Kopf freilassen, legen Sie es in Seitenlage . Eventuell sollte die Zunge herausgezogen werden, um die Atmung zu erleichtern.
      Fahren Sie sofort zum Tierarzt.
  • Erbrechen und / oder Durchfall
    • Häufiger Stuhlgang. Der Kot ist sehr weich und flüssig und hat oft einen sehr unangenehmen Geruch. Spannungsgefühl im Unterleib. 24 Stunden
      nicht füttern, aber für reichlich Trinkwasser sorgen. Wenn das Tier keinen Stuhlgang mehr hat oder der Kot wieder fester wird, geben
      Sie dem Tier kleine Portionen (etwas 1/4 der normalen tägl. Futtermenge) gedünstetes Hühnerfleisch oder Fisch. Nach drei Tagen mit
      normalem Stuhlgang können Sie wieder normal füttern. Wenn der Durchfall länger als 24 Stunden anhält, das Tier teilnahmslos ist,
      zusätzlich erbricht. Bringen Sie sie zu Ihrem Tierarzt, möglichst mit einer Stuhlprobe zur Untersuchung.
  • Wiederbelebung Atmung (MUND-ZU-NASE) und Herzschlag (HERZMASSAGE)
    • Mit einer Person: Zehn Herzkompressionen, danach zwei Mund-zu-Nase-Beatmungen durchführen. Diese Kombination etwas zehnmal pro Minute wiederholen,
      d.h. alle sechs Sekunden ein Ablauf. Überprüfen Sie, ob Fremdkörper oder Speisereste in Mund und Nase des Tieres die Luftzufuhr blockieren. Erbrochenes o. ä.
      lassen sich mit Hilfe folgender Methode entfernen: An den Hinterbeinen hochhalten und fünf - bis sechsmal schütteln. Das Tier auf die rechte
      Seite legen, Kopf und Hals strecken, Maul geschlossen halten. Aus Hygienegründen ein Tuch über die Nase des Tieres legen. Nehmen Sie die
      Nase des Tieres in den Mund, und atmen Sie schnell fünf - bis sechsmal in die Nase, mit kurzen leichten Atemstößen. Nach Wiedereinsetzen der Atmung
      das Tier weiter beobachten. Sollte die Atmung nicht wieder einsetzen, fahren Sie mit den Mund-zu-Nase-Beatmung fort, mit jeweils einem
      Atemzug alle drei Sekunden, d.h. 20 Atemzüge pro Minute. Wiederholen, bis die Atmung wieder einsetzt. Das Tier danach weiter beobachten.
      Setzt nach zehn Minuten die Atmung nicht wieder ein, bei Blauverfärbung von Zahnfleisch und Zunge, bei Pupillenerweiterung oder wenn eine
      Berührung der Augenoberfläche keinerlei Reaktion hervorruft, ist davon auszugehen, dass das Tier nicht mehr lebt.
  • Hitzschlag
    • Ist Ihr vierbeiniger Freund in der prallen Sonne gelegen und beginnt schnell und kurz zu atmen, hat einen Schüttelfrost, Krämpfe oder ist bewusstlos,
      so sind das Anzeichen für einen Hitzschlag. Legen Sie ihn sofort in den Schatten, und besprühen Sie ihn mit kaltem Wasser (Wäschespritze)
      Wickeln Sie ihn anschließend in ein nasskaltes Tuch, eine Decke, und fahren Sie zum Tierarzt.
  • Was tun bei bei stark blutenden Verletzungen ?
    • Bei einer stark blutsprudelnden Schnittverletzung, binden Sie die Pfote oberhalb der Verletzung mit einem sauberen Tuch ab, ohne vorher zu reinigen
      und sofort zum Tierarzt. Eine Pfote sollte nicht länger als 10 Minuten abgebunden sein, der Schaden am Tier kann größer sein, als wenn
      mehr Blut verloren geht. Ist es eine sickernde Blutung, hilft ein Druckverband über die Runden, bis Sie beim Tierarzt sind.
  • Pfote blutet
    • Schneiden Sie eine kleine Baumwollsocke passend zurecht, die Sie mit selbstklebenden Verband befestigen, oder ziehen Sie ein Band
      durch zwei Löcher rechts und links ab oberen Sockenrand und binden Sie sie über dem Nacken des Tieres fest. So hilft kein lecken und
      kratzen vom Tier diesen "Verband" zu entfernen.
  • Bissverletzung
    • Tiefe Bisswunden erfordern den Einsatz von Antibiotika, da Gefahr einer Entzündung droht. Entfernen Sie zunächst mit einer Schere
      das Fell in der Umgebung der Wunde. Die betroffene Region vorsichtig mit warmem Wasser und einem milden Desinfektionsmittel befeuchten.
      Wasserlösliches Gel auftragen. Falls eine oberflächliche Bisswunde vorliegt, den verletzten Bereich mit einer antiseptischen Creme
      bestreichen.
  • Vergiftung
    • Durch Chemikalien, Pflanzen oder Schlangenbiss, vergiftetes Beutetier, giftige Substanzen auf dem Fell oder vergiftete Nahrung.
      Soweit möglich, dem Tierarzt eine Probe des Giftes zur Identifizierung der Vergiftungsart geben. Allgemeine Vergiftungszeichen sind
      Bauchschmerzen, Speicheln, Erbrechen, evtl. mit Beimengung von Blut, Teilnahmslosigkeit, Durchfall, Verätzungen im Bereich vom Maul,
      Hautrötungen, unsicherer Gang, Zuckungen.
      1. Bringen Sie das Tier zum Erbrechen......
      nur bei bestimmten Giftarten, vorausgesetzt der Hund ist bei Bewusstsein und kann erbrechen. Ist das Tier bewusstlos oder stark
      benommen, atmet es vielleicht einen Teil des Erbrochenen in die Lungen ein und erstickt daran oder bekommt durch das Verschluckte
      eine Lungenentzündung. Verabreichen Sie etwas 3 Teelöffel Salz in einer halben Tasse warmen Wasser auflösen und dem Tier 10 bis
      20 ml (2 bis 4 Teelöffel) davon eingeben.
      2. Das Tier waschen.
      Sind Haut und Fell durch eine giftige Substanz verunreinigt, waschen Sie es mit warmem Wasser und Seife und spülen es mehrmals mit
      warmen Wasser aus.
      3. Geben Sie dem Tier Wasser...
      nur bei bestimmten Giftarten erforderlich bzw. erlaubt. Hat der Hund Gift geschluckt, so muss er reichlich Wasser trinken. Bei Säure
      verabreichen Sie, sofern vorhanden, eine Sodiumbikarbonatlösung (Backpulver). Bei Kerosin- oder Phenolvergiftungen ist die orale
      Eingabe von 2 Teelöffeln Olivenöl zu empfehlen. Als vorbeugende Maßnahme gilt: Halten Sie alle Gifte aus der Reichweite von Tieren.
  • Herzmassage
    • Das Tier liegt auf der rechten Seite. Legen Sie den Daumen einer Hand im Bereich zwischen der dritten und sechsten Rippe hinter dem
      linken Ellbogen auf eine Brustseite, die Finger auf die andere Brustseite. Mit den Fingerspitzen üben Sie eine leichte Druckmassage aus.
      Wiederholen Sie die Massage etwa zehnmal. Auch nach dem Einsetzen von Herz- und Pulsschlag muss das Tier weiter beobachtet werden.
      Setzen Herz- und Pulsschlag nicht ein, muss die oben beschriebene Herzmassage fortgesetzt werden, und zwar zehnmal pro Minute,
      d.h. alle sechs Sekunden müssen zehn Kompressionen erfolgen. Nach dem Wiedereinsetzen von Herz- und Pulsschlag muss das Tier weiterhin
      beobachtet werden. Gibt es nach 10 Minuten Massage immer noch keine Anzeichen von wiedereinsetzender Herztätigkeit, kann man davon
      ausgehen, dass es nicht mehr lebt.
  • Fiebermessen
    • Die normale Temperatur eines Hundes liegt bei 38/39 Grad Celsius. Liegt die Körpertemperatur über oder und diesen Werten,
      suchen Sie einen Tierarzt auf. Lassen Sie Ihr Tier von einer anderen Person festhalten. Wehrt sie sich dennoch, sollten Sie das
      Fiebermessen unterlassen, da ernsthafte Komplikationen die Folge sein könnten. Ansonsten benutzen Sie ein bruchsicheres
      elektrisches Thermometer. Cremen Sie das Thermometer mit einer neutralen Salbe wie z.B. Vaseline ein. Führen Sie das Thermometer
      langsam und vorsichtig ca. 5 cm in den After des Tieres ein. Solange das Thermometer im After des Tieres steckt, halten Sie es
      bitte fest. Lassen Sie es ungefähr 60 Sekunden stecken.
  • Puls zählen
    • Schwer den Puls am Tier an der großen Oberschenkelarterie richtig zu messen! Stattdessen zählen Sie die Herzschläge.
      Legen Sie Ihre Hand auf die Brust des Tieres unter das linke Ellbogengelenk. Nun sucht Ihre Hand so lange, bis Sie den Herzschlag
      spüren. Zählen Sie die Schläge 20 Sekunden lang, und multiplizieren Sie sie dann mit drei. Wenn Sie z.B. in den 20 Sekunden 40 Schläge
      gezählt haben, hat der Hund einen Pulsschlag von 120 in der Minute. Der normale Pulsschlag beträgt 108 bis 132 Schläge pro Minute.
  • Medikamente
    • Das Maul mit dem Daumen öffnen und dabei den Kopf leicht nach oben beugen. Mit der anderen Hand die Flüssigkeit aus einer
      Plastikspritze langsam auf die Zunge träufeln, oder von der Seite zwischen den Zähnen ins Maul spritzen. Den Kopf noch leicht nach
      oben halten und mit der anderen Hand den Kehlkopf leicht streicheln, so wird das Medikament geschluckt.
      Erst dann den Kopf loslassen.